„Bach-Blüten“ Transkriptionen von und mit J.S. Bach
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Justyna Skatulnik – Violine Marie Deller – Violincello, Violincello piccolo und Blockflöte Wiebke Weidanz – Cembalo Leonard Schelb – Travers- und Blockflöte
Wie beinahe alle Komponisten des 18. Jahrhunderts war auch J.S. Bach ein Meister der Weiterverwendung seiner eigenen Werke und auch derer anderer Komponisten.
Häufig können wir dieses Vorgehen deutlich sehen, wie im Falle des „Weihnachtsoratoriums“ oder der „Trauerode“. Manches Mal liegen die Dinge verborgener: gerade in der Kammermusik gibt es eher subtile Hinweise auf Umbesetzungen und Abänderungen: Mal sind es Transpositionsfehler in den letztlich überlieferten Versionen, Mal unschlüssige oder untypische Tonartenwechsel innerhalb der Sonate. Manchmal ist es auch nur ein Spielgefühl, das eine zweite Version zumindest implizieren kann.
Wir sind den Hinweisen nachgegangen und haben Werke zusammengetragen, die entweder von Bach selber transkribiert wurden, von denen es als gesichert gilt, dass es ursprünglich eine andere Version gab oder die mit behutsamem Hineinlauschen in Bachs fantasievolle Aussetzungen eine noch farbigere Besetzung erlauben.
Diese Herangehensweise lässt Bachs Musik auf eine neuartige und doch historische Weise blühen und plastisch werden.
Das noch neue enSemble RAiSONANT hat sich im Jahr 2023 aus renommierten, international konzertierenden Musikern der Alte Musik-Szene geformt und konnte in kurzer Zeit mehrere spannende Programme u.a. für den WDR zum Klingen bringen.
Spielfreude, Elan, Klangintensität, Innigkeit, Respekt und Vertrauen zeichnen das Ensemble aus, das sich einer authentischen und farbenreichen Auslegung Alter Musik angenommen hat. Programm:
Sonate für Fl, Vl und BC G-Dur, BWV 1038 (Transkription aus der Werkstatt Bach) Largo – Vivace – Adagio – Presto
Sonate für Fl, Vcl und BC a-moll, BWV 1029 (Transkription Leonard Schelb) Vivace – Adagio – Allegro
Concerto für Vl, Vcl und BC C-Dur, BWV 525 (Transkription aus dem 18. Jh. Mit dem Mittelsatz aus BWV 1032) {ohne Angabe} – Largo – Allegro
Sonate für Bfl, Fl und BC C-Dur, BWV 1032 (Transkription und Vervollständigung Leonard Schelb) Vivace – Largo e dolce – Allegro
Concerto für Cembalo Solo c-moll, BWV 981 (Transkription J.S. Bach vom Marcello-Violinkonzert) Adagio – Vivace – {ohne Angabe} – Prestissimo
Sonate für gemischte Besetzung G-Dur, BWV 1016 (Transkription Leonard Schelb) Adagio – Allegro – Adagio ma non tanto - Allegro
Die Geigerin Justyna Skatulnik wurde in Piotrków Trybunalski, Polen geboren. Sie ist Stipendiatin des Nationalen Kulturzentrums (2016) und des Präsidents der Woiwodschaft Lodsch (2014). 2008 begann sie ihr Violin-Studium an der Hochschule für Musik in Lodsch. Im Jahr 2011 begann sie sich für Historische Aufführungspraxis zu interessieren. Seitdem nahm sie Unterrichten für Barockvioline und besuchte Kurse in Polen und Deutschland (29. Internationale Händel-Akademie in Karlsruhe, Ensemble-Akademie mit Freiburger Barockorchester, Bach-Akademie mit der Akademie für Alte Musik Berlin). 2014 zog sie nach Deutschland, wo sie ihr Barockvioline-Masterstudium bei Prof. Richard Gwilt an der Hochschule für Musik und Tanz Köln begann. 2015 gewann Justyna mit dem Ensemble Cordatus den ersten Preis beim Alte Musik Forum in Pozen (Polen) und mit dem Ensemble Gradus ad Parnassum war sie Finalistin des Deutschen Musikwettbewerbs in Lübeck. In der Saison 2015/16 war sie Mitgliederin der European Union Baroque Orchestra. Justyna spielt bei zahlreichen Barockorchesters und Ensembles, vor allem bei Concerto Köln und Gaechinger Cantorey. Sie ist Konzertmeisterin des Cölner Barockorchesters und Vasa Consort. Marie Deller studierte Violoncello/ Barockcello und Blockflöte bei Prof. Susanne Müller-Hornbach, Prof. Kristin von der Goltz und Prof. Michael Schneider an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Sie konzertiert im In- und Ausland mit namenhaften Orchestern und Dirigenten. So mit dem Freiburger Barockorchester, Freiburger BarockConsort, Camerata Köln, La Stagione Frankfurt, Museumsorchester Frankfurt, Sinfonieorchester des HR, Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland- Pfalz, Staatstheater Darmstadt, Main Barockorchester, Neumeyer Consort, Bachorchester Mainz, René Jacobs, Pablo Heras-Casado, Jérémie Rhorer, Andrea Marcon, Prof. Michael Schneider, Prof. Ralf Otto, Laurence Cummings, Christopher Moulds und Simon Rattle. Darüber hinaus spielt sie gerne Kammerkonzerte und ist mit Freude als Instrumentalpädagogin an der Musikschule Bad Vilbel und Karben tätig.
Wiebke Weidanz ist „Bachpreisträgerin 2000“ des renommierten internationalen Johann Sebastian Bach-Wettbewerbs Leipzig. Es folgten Rundfunk- und CD-Produktionen, Konzerte führten sie zu internationalen Festivals in ganz Europa, nach New York, Japan und China. Als Solistin und Continuospielerin ist sie regelmäßig bei den führenden Barockorchestern wie dem Freiburger Barockorchester, der Akademie für Alte Musik Berlin und Concerto Köln zu Gast. Seit etlichen Jahren arbeitet sie als Assistentin von René Jacobs bei internationalen Opernproduktionen in Berlin, Wien, Amsterdam, Brüssel und Aix-en-Provence. Wiebke Weidanz war bis 2003 Lehrbeauftragte an der Musikhochschule Leipzig und bis 2009 an der Musikhochschule Frankfurt. Seit Sommersemester 2014 unterrichtet sie als Professorin für Cembalo an der Musikhochschule Nürnberg.
Seit seiner Kindheit von der Musik verzaubert studierte Leonard Schelb Blockflöte und Traversflöte an den Musikhochschulen in Freiburg, Frankfurt und Basel bei Prof. Agnes Dorwarth, Michael Form, Prof. Marc Hantaȉ, Prof. Karl Kaiser und Prof. Michael Schneider. Sein besonderes Interesse gilt der deutschen und französischen Barockmusik, die er mit tiefen Einblicken in die Quellenlage und durch sein großes Interesse an Satztechnik immer weiter zu differenzieren sucht. Engagements als Flötist und Solist bei bedeutenden Ensembles und Orchestern (z. B. Akamus Berlin, Freiburger Barockorchester, Ensemble 1700, La Stagione Frankfurt, Bach-Orchester Mainz, Concerto Köln, Nuovo Aspetto) führten ihn zu Festivals und Konzertreihen in ganz Deutschland und Europa sowie USA und Syrien. Leonard Schelb hat seit 2018 die Professur für Traversflöte an der HfMT Köln inne und lehrt zudem an der RSH Düsseldorf. Er wirkte bei zahlreichen Rundfunkproduktionen des SWR, SR, WDR, Deutschlandradio und ORF mit. Seine bisherigen Einspielungen mit Kammermusik wurden von der Fachpresse mit Begeisterung aufgenommen.
Reduziert: 10,-, Musikschüler frei

