Herrschaft der Freiheit – wirklich eine gute Idee? Zur Krise des westlichen Liberalismus.
Das freiheitliche Gesellschafts- und Politikmodell des Westens steht erkennbar unter Druck. Dabei scheinen es nicht in erster Linie Kräfte von außen zu sein, die das liberale Projekt bedrohen, sondern vor allem Entwicklungen aus dem Schoße der freiheitlichen Gesellschaften selbst: Autoritäre Parteien und Persönlichkeiten entwickeln sich derzeit aus dem Inneren der Demokratien in Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika scheinbar anstrengungsfrei und wie im unaufhaltsamen Selbstlauf.
Überwiegt in unsicheren Zeiten schlicht der Wert der Sicherheit denjenigen der Freiheit? Oder gibt es vielleicht Verwerfungen und Bruchstellen innerhalb der Idee des Liberalismus selbst, die ihn am Ende mit seiner eigenen Selbstauflösung bedrohen? Hat Freiheit als Grundlage von politischer Herrschaft vielleicht eine innere Tendenz, in individuelle Vorteilnahme, autoritäre Bevormundung und letztlich in das Recht des Stärkeren umzuschlagen? Aber welche Freiheit ist denn überhaupt gemeint, wenn von Liberalismus die Rede ist, und müsste man gegebenenfalls den Liberalismus neu bestimmen, um eine Idee echter Freiheit als Grundlage politischer Herrschaft zu gewährleisten?
Diese Fragen, die im Zentrum der Debatte um die Krise des Liberalismus stehen, sollen durch einen philosophischen Blick auf die Ideengrundlagen des westlichen Liberalismus erhellt werden – und durch eine philosophische Besinnung auf das, was Freiheit als politische Leitidee eigentlich bedeuten könnte. All das gilt es zu erörtern: wie immer mit dem Bonner Philosoph Prof. Dr. Martin Booms im angeregten Austausch mit seinem Publikum.
Karten sind an der Museumskasse oder unter 02241/102-7410 erhältlich.
Veranstaltung teilen
Veranstaltungsort
Veranstalter
Vorverkaufsadresse
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Samstag
10:00 - 17:00 Uhr
Sonntag
10:00 -18:00 Uhr

