Der zerstörte Bunzlauer "Meilenstein"
Die Geschichte der Zerstörung, Restaurierung und Wiederaufstellung des sogenannten Meilensteines - der die verbindende Gemeinsamkeit des Töpferhandwerks zwischen Siegburg und Bunzlau betont - zeichnet eine Entwicklung nach, die in vielerlei Hinsicht als Sinnbild der Vertriebenenfrage erachtet werden kann. In den 1980er-Jahren stießen die vorgebrachten Anliegen der Vertriebenenverbände zunehmend auf, Gleichgültigkeit, Unverständnis oder gar radikale Ablehnung in der Bevölkerung. Unterstützungsleistungen seitens der bundesdeutschen Städte und Gemeinden waren längst kein Automatismus mehr.
2001 festigten der Rhein-Sieg-Kreis und der polnische Kreis Boleslawiec, früher Bunzlau, die Patenschaft von 1953 zu einer offiziellen Partnerschaft.
Referent: Jan Gerull, Stadtarchiv Siegburg

