Leichenfliegen aus dem Pleistozän
Dr. Bastian Mähler, Bonner Institut für Organismische Biologie: Abteilung Paläontologie
In der letzten Eiszeit war das Rheinland durch eine offene, baumfreie Landschaft mit Jahresdurchschnittstemperaturen von ca. 2 °C gekennzeichnet. Die Kaltphasen des Pleistozäns waren durch kälteangepasste Großsäuger, wie das Wollhaarmammut oder das Wollnashorn geprägt. Fossilfunde dieser Tiere begeistern bis heute und oftmals ist die Faszination über diese Funde so groß, dass bei der Reinigung der Knochen Informationen verloren gehen können. So zum Beispiel die fossilen Überreste einer kleinen, noch heute lebenden Art - die der Schmeißfliege Protophormia terraenovae. Nur ein geschultes oder aufmerksames Auge erkennt die Fossilien, die uns spannende Einblicke in die letzten Tage der Großsäuger liefern.
Eintritt frei

